Ein Hackathon für eine smarte Stadt

© Smart City Stadt Bamberg

25.01.2022, Nina Stapf

Bamberg ist Smart City! Zumindest ist sie gerade auf dem Weg dahin eine zu werden. 2020 wurde die Projektkommune “Smart City Bamberg” vom damaligen Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat (jetzt: Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen) ausgewählt und mit einer Summe von 17,5 Millionen € gefördert, um smart zu werden. Dazu möchte die Kommune  gemeinsam mit der ganzen Stadtgesellschaft Ideen und Projekte sammeln und umsetzen, denn smart bedeutet vor allem auch Vernetzung.

Deshalb hat Smart City Bamberg von Anfang an auf Bürger:innenbeteiligung gesetzt. Nachdem monatelang Ideen gesammelt und bei großen Bürgerbeteiligungsevent der „Ideenschmiede“ im Oktober 2021 intensiver besprochen wurden, stand nun der technische Aspekt in der Warteschlange. Bereits bei der Auftaktveranstaltung, am 20.Mai 2021, gab es erste Aufrufe aus der Bürgerschaft: 

Wie wäre es mit einem Hackathon?

Ein Hackathon ist eine gute Möglichkeit, in einer knappen Zeit mit anderen Tüftler:innen kreative Lösungen zu finden. Die Teilnehmer:innen können aus unterschiedlichen Gebieten zusammenkommen - Studenten und Studentinnen, Programmierer:innen, bis hin zu Hobbyschrauber:innen und kreativen Köpfen. Es muss also nicht immer nur der IT-Profi sein! Gemeinsam werden diese Fähigkeiten in kleinen Gruppen eingesetzt, um ein Problem zu lösen. Beim Smart City Hackathon  gilt es, smarte Ideen zu durchdenken, die die Lebensqualität in Bamberg steigern sollen. Am Ende steht meist eine neue Anwendung, eine App oder allgemein ein Prototyp. Da die Lösungsfindung in einem knappen Zeitraum von z.B. 24 oder 48 Stunden stattfindet, arbeiten die Teilnehmer:innen häufig unkonventionell und ohne lange Pausen.

Jetzt mit einer Grundsubstanz an Ideen und einer Bekanntheit des Programms innerhalb der Stadt wollen wir am 04.+ 05. Februar einen von der Stadt Bamberg ausgerichtetet Smart City Hackathon starten. Die Frage, die dabei aufkam ist: Wie zieht man einen Hackathon ohne Erfahrung auf?” Auch hier lautete das Stichwort erneut: "Vernetzung!"

Vernetzen bei den Vorbereitungen

Gemeinsam mit der Otto-Friedrich-Universität und dem dort ansässigen Smart City Research Lab hat die Projektkommune  einen wichtigen Netzwerkpartner im Boot. Aber auch den ortsansässigen Hackerclub, das digitale Gründerzentrum Lagarde1, erfahrene Hackathon-Teilnehmer:innen aus verschiedensten Bereichen und Bamberger IT-Unternehmen haben sich in einer Vernetzungs-Runde zusammengefunden.

The Bamberg Way of Hack

Als hackbare Ideen gab  es Vorschläge aus der eigenen „Ideenschmiede“ und diese wurden intensiv auf den sozialen Medien beworben. Aber auch eigene Themen sind herzlich willkommen – wichtig ist nur: Es soll den Bamberger:innen zu Gute kommen! Dieser Bamberg-Bezug wird auch an den Preisen deutlich, die am Ende des Hacks vergeben werden:

© Smart City Stadt Bamberg

Der Jurypreis ist  mit 1.000€ der Hauptpreis und prämiert das innovativste Projekt, die technisch beste Lösung und gleichzeitig den größten Nutzen für die Bamberger:innen. Neben dem Entwicklerpreis im Wert von 500 € bei dem alle Teilnehmer:innen des Hackathons über das beste Projekt abstimmen, gibt es nämlich noch den Bamberg Preis. Dabei können alle Bamberger:innen über unsere Bürgerbeteiligungsplattform bamberg-gestalten.de, aber auch analog in unserem Bürgerlabor abstimmen, welches Projekt ihnen am besten gefällt. 

Die aktuelle Lage zwingt zum Umplanen

Digitalfabrik
© Smart City Stadt Bamberg

Geplant war der Hackathon in Präsenz und in den Loft-artigen und perfekt ausgestatteten Räumen der Digitalfabrik in Bamberg. Allerdings hat das Virus jetzt einen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass es eine hybride Form angeboten wird. Denn auch beim Hackathon geht es erneut um das Lieblingsthema “Vernetzung”. Der bunte Mix aus Studenten und Studentinnen, IT-Unternehmen, Professor:innen, Bürger:innen & noch vielen mehr macht ja gerade den Charme eines solchen Events aus. Daher soll es jetzt buchbare Slots in der Digitalfabrik geben, damit sich die Teams auch einmal unter den geltenden Hygienevorschriften in Persona sehen und kennenlernen können. So erklärt die Netzwerkmanagerin Nina Stapf: 

Wir wollen den Charakter des Events auch in der digital/hybriden Variante beibehalten und haben uns deshalb ein paar coole Aktionen einfallen lassen, um die Teams mit einzubinden!

Nina Stapf

Nina lebt für Social Media, Kommunikation & Pressearbeit. Das sind nur einige der vielen Dinge als Smart City Netzwerkmanagerin der Stadt Bamberg. Wann immer sie nicht arbeitet und Covid es zulässt findet ihr sie beim Reisen oder Ausprobieren neuer Restaurants.

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