Warum digitale Souveränität 2026 auf die große Bühne gehört
Veröffentlicht am March 19, 2026
Das Bild hat sich verschoben. Beim letzten Unternehmerfrühstück, organisiert von Doro Brommer, lautete der Titel: „Wie Datensouveränität Unternehmen resilient und wettbewerbsfähig macht." Die Plätze waren sofort ausgebucht. Vor Ort sprach Joachim Astel von Noris Network darüber, wie sie für sich und ihre Kunden souveräne Infrastruktur aufbauen und Jens Horstmann von Trevisto brachte die Perspektive aus der Datenpraxis mit. Insgesamt drei starke Stimmen aus der Region, die auf großes Interesse und viele offene Fragen stoßen. Das war kein Nischenformat.
Was sich verändert hat, ist die Plattformabhängigkeiten, die vor drei Jahren als akzeptables Risiko galten. Sie werden heute in Vorstandssitzungen diskutiert. Förderprogramme, zum Beispiel, investieren gezielt in offene digitale Infrastruktur. Verwaltungen wiederum stellen fest, dass die Kontrolle über die eigene digitale Basis Voraussetzung für ihre Handlungsfähigkeit ist. Und in der aktuellen Deloitte-Studie "State of AI 2026" (3.235 Führungskräfte, 24 Länder) geben 77% der Unternehmen an, das Herkunftsland einer KI-Lösung bei der Auswahl zu berücksichtigen. Souveränität ist von Netzpolitik zur Beschaffungsfrage geworden.
Worum es im Kern geht – Was ist digitale Souveränität?
Warum das Festival dieses Thema aufgreift – Digitale Souveränität im Festival-Kontext
Digitale Souveränität ist für viele Akteure relevant. Es betrifft den CTO, der über Infrastrukturarchitekturen entscheidet, genauso wie die Beschafferin in der Stadtverwaltung, die zwischen proprietärer und offener Software wählt. Auch die Gründerin, die auf ein Open-Source-Ökosystem baut und der Forscher, der an Sprachmodellen arbeitet, die von keinem einzelnen Unternehmen kontrolliert werden, sehen sich mit dem Thema konfrontiert.
Welche Fragen wir 2026 auf die Bühne holen – Eventinhalte des Nürnberg Digital Festivals zu Digitaler Souveränität
Public Tech und GovTech. Wie sieht eine digitale Verwaltung aus, die nicht vollständig auf kommerziellen Plattformen aufsitzt? Welche Rolle spielen offene Standards, modulare Architekturen und öffentliche digitale Güter?
Mehr als eine Einladung – Fazit & Ausblick
Wer daran mitarbeiten will - Sei es als Partner:in, als Speaker, mit eigenen Formaten oder Perspektiven: Die Bühne steht. Und das Thema wartet nicht.
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