Künstliche Intelligenz wird zum entscheidenden Wirtschaftsfaktor

In die Forschung und Entwicklung Künstlicher Intelligenz wird derzeit viel Geld investiert. Doch für den technischen Fortschritt spielen nicht nur neue Technologien, sondern auch die Digital Skills der Mitarbeiter eine entscheidende Rolle. Wohin geht die Reise und wie wird man beruflich fit für die digitale Zukunft?

Amerikanische Digitalkonzerne wie Amazon, Facebook und Google, aber auch chinesische Tech-Riesen wie Baidu, Alibaba und Tencent investieren derzeit Milliarden in die Forschung und Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI). Weit vorangeschritten in der technischen Evolution sind das Machine Learning und das komplexere Deep Learning: Bei beiden KI-Disziplinen geht es darum, Programmen das selbständige Lernen anhand von Beispielen zu ermöglichen. Dank erkannter Muster und Gesetzmäßigkeiten können sie infolgedessen Aufgaben eigenständig erledigen.

Wie schlau wird Alexa werden?

Wohin die Reise mit Sprachassistenten und der Künstlichen Intelligenz geht, darüber sprechen Fachleute im Vorfeld des Nürnberg Digital Festival am 3. Juli um 18 Uhr an der FOM Hochschule in der Zeltnerstraße. Unter dem Titel „Ok, Google, wie schlau wird Alexa werden?“ dreht sich bei der Nürnberger Digi Night #2 alles um die maschinelle Spracherkennung: FOM Dozent Mathias Sauermann, Senior Online Marketing Manager bei der 1. Blitz + Donner GmbH, wird erläutern, was KI ist, wo sie uns im Alltag begegnet und was Star Trek und Terminator (nicht) damit zu tun haben. Christian Albrecht, Leiter Kommunikation & Neue Medien beim Flughafen Nürnberg, berichtet darüber, wie die Alexa die Fluggäste informiert. Und bei Thomas Abend, CEO der VITAS GmbH, heißt es anschließend: Intelligente Sprachassistenten im Kundenservice – Deep Learning macht den Unterschied. (Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung über fom.de/nuernberg)

„Dürfen uns nicht auf früheren Vorreiterrollen ausruhen“

Mathias Sauermann

Diejenigen, die einer von KI geprägten Zukunft mit Angst oder Misstrauen entgegenblicken, möchte FOM Dozent Sauermann beruhigen. „Sprachassistenten basieren auf maschinellem Lernen, sind also schwache künstliche Intelligenz. Sie können zwar unzählige Daten miteinander verknüpfen und sogar menschlich wirken, aber sie ahmen menschliche Intelligenz nur in begrenztem Rahmen nach. Eine starke, dem Menschen ebenbürtige KI ist im Jahr 2019 äußerst ferne Zukunftsmusik.“ Dennoch sollten wir uns nicht auf früheren Vorreiterrollen bei technischen Entwicklungen ausruhen, so der Experte. „Die USA und China laufen uns bei der KI-Entwicklung mit Lichtgeschwindigkeit davon. Was wir in Deutschland und Europa brauchen, sind deutlich höhere Investitionen in digitale Schlüsseltechnologien, Software-Entwickler und Digitalisierungsmanager für neue digitale Geschäftsmodelle und deutlich mehr Digitalisierungsoptimismus.“

Neue Kompetenzen durch berufsbegleitendes Studium

Rainer Schröder

Eine Chance, sich parallel zum Beruf neues Wissen für die digitale Zukunft anzueignen, bietet die Nürnberger FOM Hochschule. In den beiden Bachelor-Studiengängen „Marketing & Digitale Medien“ und „Wirtschaftsinformatik“ eignen sich Studierende wesentliche Grundlagen für multimediale Vermarktung sowie Unternehmensentwicklung und Prozessoptimierung an. Die Master-Studiengänge „Business Consulting & Digital Management“, „Big Data & Business Analytics“ und „IT Management“ bereiten auf verantwortliche Tätigkeiten in der Beratung und Begleitung unternehmerischer Digitalstrategien, auf die gewinnbringende Nutzung und Analyse von Unternehmensdaten sowie auf die Planung und Umsetzung umfassender IT-Projekte vor. „Auf dem digitalisierten Markt haben Unternehmen aus der Metropolregion unzählige Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln oder gar neu aufzustellen“, so FOM Geschäftsleiter Rainer Schröder. „Als Hochschule für Berufstätige unterstützt die FOM nicht allein den Wissensausbau des Einzelnen – neu erworbene Kompetenzen kommen auch den Unternehmen zugute, da unsere Studierenden ihre Kenntnisse im Berufsalltag direkt anwenden können.“

Weitere Infos: fom-nürnberg.de