Digitales Nomadentum oder wie man agil IT Konferenzen organisiert

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Im dritten Teil unserer Serie erzählt euch Maria von ihren Beweggründen, digitale Nomadin zu werden. Außerdem erklärt sie euch, wie sie das digitale Nomadentum auf Konferenzen erlebt hat.

Mein Name ist Maria Emde Moreno. Ich betreibe seit einem Jahr einen IT- und Tech-Blog, mit dem ich mir zur Aufgabe gemacht habe, über die IT-Community in der Region Erlangen-Nürnberg zu berichten. Allerdings bin ich dann aufgrund meines Informatikstudiums auf Python gestoßen und dessen Anwendungsgebiete sind Data Science, Machine Learning und Künstliche Intelligenz. Seit der Python-Konferenz in San Sebastian 2017 habe ich auch weitere Bereiche des Einsatzes mit Python kennengelernt.

Warum digitales Nomadentum? Unsere Welt ist im stetigen Wandel, Wirtschaft und Methoden verändern sich. Ich bin der Meinung, dass man heutzutage mit der entsprechenden Disziplin fast von überall aus arbeiten kann.

Die klassischen Dienstreisen oder, wenn man aufgrund der Arbeit zur Arbeitsstelle zieht und am Wochenende wieder nach Hause fährt, das sind etwas konservative, jedoch funktionierende Formen des digitalen Nomadentums. Andere Formen habe ich auf Konferenzen kennengelernt. Zum einen sind es meist die Organisatoren, die beruflich am Reisen sind und remote und agil die Konferenz mitorganisieren. Prinzipiell spielt der Ort für das Organisationsteam wirklich keine Rolle – vorausgesetzt, man hat ein gutes Konzept und übernimmt Aufgaben, bei denen man sich sicher ist. Die Locals, die meist vor Ort sind, übernehmen die Suche nach einer passenden Location, an der die Konferenz stattfinden soll, zudem kümmern sich diese auch um das Catering und die Goodie-Bags, die niemals auf einer Konferenz fehlen dürfen. Ansonsten werden am Tag der Konferenz die Teilnehmer am Empfang registriert und die Speaker erhalten meist ein kleines Geschenk und erfahren, wo sie sich derweil auf ihre Keynote vorbereiten können. Die Keynotes sind so getimed, dass ausreichend Pausen vorhanden sind. Diese werden auch alle aufgenommen und die Speaker informiert, wieviel Zeit sie haben. Auf der PyConWeb standen uns zwei große Räume zur Verfügung – ein Raum für die Workshops, die während der gesamten Konferenz quasi parallel liefen, sowie der Raum für die Speaker und das Organisationsteam. Das meiste Leben fand in der Hall und in den Vortragsräumen statt. Die Hall hatte den Vorteil, dass es meistens kleine Snacks gab, Fußball lief und man Videogames spielen konnte. Zudem standen gemütliche Sitzkissen zur Verfügung. Ansonsten wurden die Pausen zum Austausch genutzt, Speaker sprachen über ihre Beweggründe, diese und weitere Konferenzen zu besuchen, während einige von ihnen schon wieder auf dem Weg zum Airport waren – um sich beim Flug auf die nächste Konferenz vorzubereiten. Am Ende jedes Konferenztages gab es Kurzvorträge, sogenannte Lightningstalks. Diese werden meist von den Gästen gehalten und dauern etwa fünf bis sieben Minuten. Den Abschluss bildete dann eine Verlosung für das schönste Bild auf Twitter.

 

Autorin: Maria Emde Moreno