Der hellste Stern der Online-Werbung

Never Change a winning team. Schon letztes Jahr hatten sich Markus Stopfer und Rolf Thoma dem Thema „Google Ads“ angenommen und diese mit „Facebook Ads“ verglichen. Dieses Jahr gab es vom intergalaktisch guten Dreamteam ein Update und viele Beispiele aus der Praxis.

Auch wenn der Titel andere Rückschlüsse vermuten ließ, war der Vortrag von Markus Stopfer und Rolf Thoma alles andere als abgehoben. Ganz im Gegenteil: am Dienstag, 16.10., und Freitag, 19.10., teilten die beiden mit den vielen Gästen bei mediendesign AG – und mit den Zuschauern der Facebook-Live-Übertragung - zahlreiche Tipps aus der Praxis.

Rolf Thoma unternahm zunächst einen kurzen Ausflug ins Universum der Marketing Formate und machte klar, dass für die Wahl der Marketing-Maßnahmen  zunächst das Ziel bekannt sein muss. Je nachdem, ob es darum geht, die eigene Marke bekannt zu machen, viele Klicks zu erzielen, die Kundenbindung zu stärken oder neue Kunden zu gewinnen, passen bestimmte Online Marketing-Formate besonders gut, während bei anderen weniger gute Ergebnisse zu erwarten sind.

So steht bei Google Ads z.B die konkrete Suchanfrage des Nutzers im Mittelpunkt. Und wer die „richtige Antwort“ auf diese Frage hat, kann Neukunden gewinnen und eine gute Conversion-Rate erreichen. Auf Facebook hingegen werde selten nach Kaufangeboten gesucht, sondern eher Freundschaften gepflegt oder sich über News und Veranstaltungen informiert, so Rolf Thoma. Diese Aussage bestätigte auch eine kurze Publikumsbefragung. Die fehlende konkrete Kaufabsicht erklärt auch die bei Facebook Ads etwas schlechtere Klickrate, bei der Neukundengewinnung schneidet dieses Marketing-Format jedoch ebenfalls stark ab, und weist zudem bessere Branding- und Kundenbindungsmöglichkeiten auf. Wie Markus  Stopfer und Rolf Thoma an den eindrucksvollen Unternehmenzahlen zeigten, haben jedenfalls beide Marketing Formate ihre Berechtigung.

Danach wurde es sehr konkret: Markus Stopfer zeigte am Beispiel einer Kampagne für eine Nürnberger Zahnarztpraxis, an welchen „Schrauben“ für einen effizienten Budgeteinsatz gedreht werden kann. Neben der Nutzung von Anzeigeerweiterungen, wie z.B. Telefon- oder Standorterweiterung, empfahl er den Zuhörern besonders, sich die Zielgruppe der Werbemaßnahme genau anzuschauen und so gut wie möglich einzugrenzen. Mit Hilfe der Erstellung geeigneter Personas lassen sich relevante Themen bzw. Problemstellungen oder bestimmte Ausdrucksweisen definieren bzw. unzutreffende Keywords auch ausschließen – dies verbessert die Klickrate.

Mit einem einmaligen Aufwand ist es bei Google Ads jedoch kaum getan. Vielmehr ist es wichtig, regelmäßig die Möglichkeiten von Erfolgsmessung und Kampagnenmanagement  auszuschöpfen und z.B. das Tagesbudget oder den Qualitätsfaktor regelmäßig zu prüfen, ggf. Keywords anzupassen oder auch mit Analytics zu messen. Die Kosten für Google Ads hängen von der Nachfrage, sowie der Genauigkeit von Keywords und der Qualität der Anzeigen ab. Letztere schließt auch die Gestaltung der Landingpage mit ein. Ist diese passend zur Anzeige gestaltet, hat eine kurze Ladezeit und geeignete Call to Action-Elemente, ist der Grundstein für eine erfolgreiche Customer Journey gelegt.

Nach dem Vortrag stellten sich Rolf Thoma, Markus Stopfer und die Zuschauer noch die Frage, wohin die Reise im Marketingsektor wohl langfristig gehen mag.
Vielleicht gibt es dazu ja bereits im nächsten Jahr Antworten! Kurzfristig gesehen ging die Reise für Gäste, wie auch Gastgeber zumindest erst einmal aus dem Veranstaltungsraum hinaus - dort standen schon Häppchen und Getränke zur Stärkung bereit.

Weitere Informationen

Fotos auf der Facebookseite des #nuedigital und der Website von mediendesign.

Den kompletten Vortrag gibt es auch als Video.

Hier gibt es den Vortrag als PDF.